Der Fußsklave im Keller

by fusseros
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Der Fußsklave im Keller

In dem alten Keller ihres Hauses war der Betonboden rau wie Hundezunge. Paul saß schon da, an der Wand lehnend, Hände im Schoß. Er hatte die Uhr im Blick – pünktlich, wie immer. Oben knallte die Tür. Schritte. Nicht nur eine.

Tina kam zuerst. Fünfzehn. Jeans hochgekrempelt, Füße in alten Turnschuhen, die sie jetzt abstreifte wie alte Haut. Dahinter ihre drei Freundinnen: Sarah, die mit dem Pferdehof; Lena, die immer nach Zigaretten roch; und Kim, die barfuß durch den Matsch gelaufen war, weil sie’s mochte, wenn’s klebte.

„Guck mal, der Fußsklave ist schon bereit“, sagte Sarah und trat mit der Sohle direkt vor seine Augen. „Küss, bevor ich steige.“

Paul beugte sich vor, Lippen an die dreckige Ferse. Salz. Schweiß. Kuhmist. Er küsste, langsam, wie man eine Mutter küsst, wenn man sie nie lieb gehabt hat.

„Lauter“, zischte Tina. „Ich will hören, wie du winselst.“

Paul küsste lauter. Smack. Smack. Die Sohlen waren hart, rissig, und ein Steinchen bohrte ihm in die Lippe. Er leckte’s raus, spuckte’s aus – Tina trat ihm dafür ins Gesicht. „Zu langsam.“

Kim stellte sich breitbeinig über ihn, ließ ihre Zehen über seine Nase gleiten. „Riech mal. Hab ich heute im Schuppen gespielt. Da drin war’s feucht.“ Der Geruch war schwer, faulig, wie altes Holz und Fäulnis. „Atme tief ein, oder ich drück’s zu.“

Er atmete. Tief. Und spürte, wie ihre Sohle seine Nasenlöcher verstopfte, bis er nur noch durch den Mund ging – und den schob Sarah zu. Mit dem ganzen Fuß. „Mund auf. Du bist mein Spucknapf.“ Sie schob die Zehen rein, rieb sie an seinem Gaumen, als wollte sie ihn ausstopfen.

Lena lachte. „Er sabbert ja.“ Sie trat ihm die Ferse in die Wange. „Leck’s weg.“

Paul leckte. Seine Zunge war schon wund, aber er tat’s. Leckte den Dreck, die Spucke, die alten Sockenreste zwischen den Zehen. Tina trat ihm die zweite Sohle ins Gesicht. „Rede.“

„Danke, dass ich eure Füße küssen darf.“

„Lauter.“

„Danke!“

„Nicht so laut, du Schwachkopf. Du bettelst ja wie ein Hund.“

Kim zog die Zehen raus, wischte sie an seinem Hemd ab. „Jetzt der Dienst.“ Sie setzten sich. Vier Paar Füße, acht Sohlen – und Paul dazwischen.

Sarah: „Massier.“ Er rieb ihre Fersen, drückte in die Risse, wo sich Schorf festgesetzt hatte.

Lena: „Lutsch.“ Er saugte an ihren Zehen, eine nach der anderen, bis sie glänzten.

Kim: „Rieche.“ Er steckte die Nase dazwischen, atmete, als wäre das sein Sauerstoff.

Tina – die hielt ihn am Kinn fest, die Sohle quer über seine Lippen. „Küss. Immer wieder. Bis ich sage, genug.“

Er küsste. Hundertmal. Zweihundert. Die Lippen rissig, die Zunge schwer, das Gesicht ein Mosaik aus Dreck, Speichel und Fußabdruck.

Nach einer Stunde standen sie auf. Sahen runter.

„Du bist ja dreckig wie ein Lappen“, sagte Tina. „Morgen kommst du hoch. Dann waschen wir dich – mit unseren Füßen.“

Sie gingen. Und Paul blieb. Lehnte an der Wand. Schmeckte noch nach ihnen. Und lächelte. Ganz leise. Weil er wusste: morgen wieder. Und das war gut so.