Die dicke Mitbewohnerin
In einer kleinen Studentenwohnung leben drei junge Frauen, deren Dynamik faszinierender ist als jede Reality-Show. Die beiden schlanken und selbstbewussten Studentinnen Lisa und Anna sind alles andere als nett zu ihrer übergewichtigen Mitbewohnerin Mara. Kaum angekommen, fangen sie an, über Maras Körper zu reden und Witze zu reißen. Doch anstatt sich zu wehren, lässt Mara ihre Späße gelassen über sich ergehen – sie weiß, dass sie auf seltsame Weise dazugehört.
Lisa und Anna haben es sich zur Gewohnheit gemacht, sich während ihrer gemeinsamen Zeit über Mara lustig zu machen. Oft stampfen sie barfuß durch den Raum, als wollten sie die Kontrolle über das ganze Zimmer übernehmen. Mara liegt derweil oft einfach nur da und genießt die Aufmerksamkeit, die ihr zwar nicht so zusteht, wie sie es sich wünscht, ihr aber zumindest erlaubt, daran teilzuhaben. Die Geräusche der beiden Frauen, ihr Lachen und das Gefühl ihrer Füße, die über ihren Körper huschen, erfüllen sie mit einer eigentümlichen Art von Glück.
Mara ist unterwürfig und findet in diesen Momenten eine seltsame Befriedigung. Umgeben von den dominantesten Persönlichkeiten, die sie kennt, verspürt sie ein seltsames Gefühl der Geborgenheit. Als Lisa und Anna ihre Sticheleien wieder aufnehmen, schließt sie die Augen und atmet tief durch. Außenstehende mögen es schwer verstehen, wie sie so empfinden kann, aber für Mara ist es fast wie ein Spiel. In ihrer eigenen Welt, in der sie nicht leidet, sondern einfach weitermacht, genießt sie die eigentümliche Freiheit, die ihr diese Unterwerfung ermöglicht.
